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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Die Fachtagung „Impulse. Sprache bilden. Gestern – heute – morgen“ der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg am 17. Juni 2021 ist abgesagt.

Nach einer kritischen Beleuchtung der aktuellen Lage und nach Maßgabe der im Juni geltenden Bestimmungen durch die aktuelle Corona-Verordnung des Landes ist es uns leider nicht möglich, die geplante Veranstaltung  durchzuführen. Wir sind deshalb mit großem Bedauern zu dem Schluss gekommen, dass wir die Veranstaltung selbst mit möglichen Anpassungen und konzeptionellen Änderungen nicht verantworten können und wollen. Auch eine weitere Verschiebung halten wir nicht für angemessen, nachdem das Programm Sag’ mal was bereits im vergangenen Jahr zum Ende gekommen ist. 

 

Meilensteine aus 18 Jahren Sag' mal was

Meilensteine Sag' mal was

Sprache ist der Zugang zur Welt Mehrsprachigkeit eine Bereicherung. Sprachkompetenz und Ausdrucksvermögen sind zentrale Voraussetzungen für den Bildungserfolg von Kindern. Eine erfolgreiche sprachliche Bildung, die Förderung von klein auf, sowie die Möglichkeit für alle Kinder von dieser profitieren zu können, ebnet den Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

Die Baden-Württemberg Stiftung setzte seit 2002 zahlreiche Projekte zur sprachlichen Bildung und Förderung von Kindern unter der Dachmarke Sag’ mal was um. Das Programm endete im Jahr 2020. Über 18 Jahre hinweg wurden 36,3 Millionen Euro in Sprachförderung und Sprachbildung investiert. Das frühere LS (Landesinstitut für Schulentwicklung) und in der Nachfolge nun das IBBW (Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg) waren mit der Programmträgerschaft betraut.

Sag’ mal was war von Anfang an als „lernendes Programm“ angelegt. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Praxis, wurde das Programm kontinuierlich weiterentwickelt und neue Initiativen angestoßen. Es wurden die Projekte "Sprache macht Spaß", "EASI Science L", "Sprachliche Bildung für Kleinkinder" und "Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familienzentren stärken" ins Leben gerufen. Die Sprachförderdiagnostik LiSe-DaZ® wurde entwickelt, zu der die Baden-Württemberg Stiftung von 2011 bis 2018 Schulungen finanzierte. Darüber hinaus wurde das „Netzwerk Sprache“ initiiert und zahlreiche Publikationen veröffentlicht.

Frühkindliche Sprachförderung, durchgängige Sprachbildung und Mehrsprachigkeit standen im besonderen Interesse des Programms Sag’ mal was. Seine Impulse werden von der Baden-Württemberg Stiftung und im Land Baden-Württemberg durch öffentliche und private Träger von Kindertageseinrichtungen weitergetragen. Die Elementarbildung hat einen angemessenen Stellenwert und die notwendige Sichtbarkeit durch die Einrichtung des Forums Frühkindliche Bildung erfahren.

 

 

Die Baden-Württemberg Stiftung bedankt sich sehr herzlich für die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten, die im Laufe des Programms mitgewirkt und zu dessen Erfolg beigetragen haben.

Zum Programmende von Sag’ mal was wurden die wesentlichen Meilensteine und ein Überblick der Projekte in einer Abschlussbroschüre zusammengetragen.

Hier steht sie Ihnen als PDF zum Download bereit. Bei Interesse an einer Printversion dürfen Sie sich sehr gerne bei uns melden, wir haben noch Exemplare vorrätig.

Statement der Baden-Württemberg Stiftung

Frühkindliche Sprachförderung, durchgängige Sprachbildung und Mehrsprachigkeit standen im besonderen Interesse des Programms Sag’ mal was. Seine Impulse werden von der Baden-Württemberg Stiftung und im Land Baden-Württemberg durch viele Institutionen und Initiativen weitergetragen. Denn frühkindliche Bildung ist der Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

Wir bedanken uns herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ehemaligen Landesinstituts für Schulentwicklung sowie des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg für die hervorragende, vertrauensvolle und fachlich fundierte Unterstützung bei der fast zwei Jahrzehnte laufenden Umsetzung des Programms. Unser herzlicher Dank gilt darüber hinaus dem wissenschaftlichen Beirat „Sprache und Mehrsprachigkeit in der frühkindlichen Bildung“ mit seinen Expertinnen und Experten, die uns bei der strategischen sowie inhaltlichen Weiterentwicklung zur frühkindlichen Sprachbildung und -förderung beraten haben. Last but not least bedanken wir uns bei allen Personen, die sich im Laufe der Jahre in der einen oder anderen Form in das Programm eingebracht haben, sei es in einer Einrichtung, in den Beratungsstellen, bei unseren Treffen des Netzwerk Sprache, bei Weiterbildungen und bei vielen anderen Gelegenheiten in diesem facettenreichen Programm. Sie alle haben Sag´ mal was zu einem Erfolg gemacht. 

Christoph Dahl, Geschäftsführer und Dr. Andreas Weber, Abteilungsleiter Bildung

Statement der Projektträger

„Mit dem Programm Sag' mal was wurden konsequent neue Schritte in der sprachlichen Bildung von Kindern gegangen und zahlreiche Projekte im Elementarbereich umgesetzt. Mit seiner Bereitschaft, sich stets aufs Neue zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, hat das Programm nachhaltige Impulse zur Qualität sprachlicher Bildung und zur Mehrsprachigkeit gesetzt. Wir sind dankbar, an der Umsetzung beteiligt gewesen zu sein. Wir freuen uns über die positiven Veränderungen, die im frühkindlichen Bereich erreicht werden konnten sowie über die zahlreichen Dialoge zwischen Wissenschaft und Praxis im Format „Netzwerk Sprache“, das sich erfolgreich etabliert hat. Den anregenden Austausch mit allen Akteurinnen und Akteuren des Programms Sag' mal was werden wir sehr vermissen. Bei allen Beteiligten, die im Laufe des Programms mitgewirkt haben, bedanken wir uns herzlich für die intensive und konstruktive Zusammenarbeit.“

Das Programmträger-Team von Sag' mal was:

Maike Kleine-Katthöfer und Dr. Sopio Meier, Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg
Dr. Ulrike Philipps, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung

Statements von Projektbeteiligten zu Sag' mal was

 „Wir betrachten "Sag‘ mal was" als außergewöhnliches und beeindruckendes Programm. Es hat bereits früh und langfristig und damit konsequent die sprachliche Bildung in der frühen Kindheit systematisch in den Blick genommen und dabei nicht nur den Spagat zwischen Wissenschaft und Praxis geschafft, sondern das Thema auch immer wieder aus verschiedenen Perspektiven innovativ beleuchtet. Gleichzeitig strahlen die Ergebnisse weiter aus. Vielleicht ist das auch ein Zeichen, dass ein Schlusspunkt noch nicht gesetzt werden kann. Insbesondere die anlaufende Qualifizierungsinitiative „Mit Kindern im Gespräch“ zeigt uns am Standort Weingarten das Weiterwirken sehr deutlich...

Wir bedanken uns noch einmal für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen in anderen Zusammenhängen.“

Jutta Sechtig und Tamara Schubert, Pädagogische Hochschule Weingarten

„Wir sind dankbar, ein Teil des Projekts „SuMi-KiFaZ“ gewesen zu sein. Dank dieses Projekts konnten wir in unserer Einrichtung die sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit weiterentwickeln und nachhaltige Konzepte für die Arbeit mit den Familien in unserem Umfeld/Sozialraum etablieren. Die Begleitung durch die Baden-Württemberg Stiftung und die wissenschaftliche Mitarbeit der pädagogischen Hochschule Weingarten war sehr gewinnbringend für unsere Arbeit. Sowohl die Organisation als auch das Team haben sich weiterentwickelt und entwickeln auch jetzt immer wieder neue Ideen in diesem Schwerpunktbereich. Der krönende Abschluss des Projektes war die Publikation der „Best Practice Beispiele“ in einem Buch. Wir bedanken uns für diese sehr intensive und lehrreiche Zeit und wünschen allen weiterhin viel Erfolg.“

Martina Werz und Melanie Göllner, Familienzentrum Schillerstraße Heilbronn

„Naturwissenschaftliche Bildung und Sprachbildung stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich. Das ist das zentrale Ergebnis der „EASI Science-L“-Studie (Early Steps into Science and Literacy), die wir als Stiftung gemeinsam mit der Baden-Württemberg Stiftung und der Siemens Stiftung im Rahmen eines Forschungsprojekts durchgeführt haben. Ganz im Sinne von "Sag‘ mal was", sage ich Danke für die exzellente Zusammenarbeit und die gemeinsame Förderung dieser wichtigen Studie zu MINT- und Sprachbildung. Die Studienergebnisse geben uns wichtige Impulse, wie wir unsere Bildungsangebote weiterentwickeln und für die praktische Umsetzung mit pädagogischen Fach- und Lehrkräften noch besser machen können."

Statement von Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

„Zu Recht nimmt die sprachliche Bildung eine Schlüsselstellung in der Weiterentwicklung der Elementarpädagogik ein. Das Programm „Sag‘ mal was“ hat in 18 Jahren nicht nur unmittelbar Sprachförderangebote quer durch die Kitalandschaft ermöglicht, sondern als lernendes Projekt auch den Diskurs um deren Methoden und Wirksamkeit vorangebracht. 

Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, nicht zuletzt zum Thema Zweisprachigkeit, sowie die Begleitung durch die kirchlichen und weiteren Trägerverbänden haben zum besonderen Profil und zum Erfolg des Projekts beigetragen. Den Verantwortlichen der BW Stiftung gebührt Dank und Respekt dafür, wie sie die komplexen und anspruchsvollen Vernetzungs- und Kommunikationsstrukturen zu gestalten wussten.  In besonderer Erinnerung bleiben die gelungenen Kongresse. Mit den Erkenntnissen aus dem Projekt und den „Erklärungen“ von Mannheim und Stuttgart stehen Orientierungsmarken für die Bildungspolitik zur Verfügung, die weiterhin Beachtung verdienen.“

Georg Hohl, ehemaliger Geschäftsführer des Evang. Landesverbandes – Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V.

 

„Im Jahr seiner Volljährigkeit, also „mit 18“, geht „Sag‘ mal was“ zu Ende. Das ist bedauerlich – denn leider gibt es ja keinen Anlass davon auszugehen, dass die Mission von „Sag‘ mal was“ erfüllt wäre. Nach wie vor sind Zusammenhänge zwischen (sprachlicher) Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland besonders eng. Und nach wie vor werden die Weichen für die Chancen auf erfolgreiche Bildung schon früh in der Kindheit gestellt. „Sag‘ mal was“ lag also richtig damit, Kinder durch frühe Bildung zu stärken und dabei den Schatz an Sprache zu mehren, den sie für das Lernen mitnehmen. Dass dabei auch mit „Mythen über Mehrsprachigkeit“ aufgeräumt werden sollte, hat mich besonders gefreut – und die „Mannheimer Erklärung“ zur frühen Mehrsprachigkeit ist immer noch der Beachtung wert. Mit „Sag‘ mal was“ wurden also wichtige Beiträge zur Entwicklung einer neuen Kultur der Sprachbildung in Deutschland geleistet. Es war schön, an dieser Entwicklung ein wenig Anteil zu haben, und es ist schade, dass die Stimme dieses Projekts nun verstummt ist.“

Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Universität Hamburg

 

Persönliches Statement Dr. Andreas Weber

Nach nunmehr 18 Jahren geht das Programm Sag´ mal was zu Ende, das ich von seinem Anbeginn im Jahr 2002 bis zu seinem Ende mitbegleiten und gestalten durfte. Es war ein Programm, das nach dem PISA-Schock in hoher öffentlicher Aufmerksamkeit stand – und das gemeinsam mit allen Beteiligten wichtige Anstöße und Impulse geben konnte. Ich erinnere mich gerne an alle Phasen des Programms, an etliche inspirierende Gespräche und prägende Begegnungen mit vielen Menschen, mit denen ich heute noch gerne in Verbindung bin. Gegenseitige Offenheit und Vertrauen bildete den Schlüssel zur Entwicklung der gemeinsamen Basis, auf der das Programm wachsen konnte.

Für die gemeinsame gute Zeit bin ich allen Beteiligten dankbar.

Dr. Andreas Weber, Abteilungsleiter Bildung

Poster zu Elementen aus Sag' mal was

Programm Sag' mal was der Baden-Württemberg Stiftung
Die Öffentlichkeitsarbeit von Sag' mal was
Die Mannheimer Erklärung
Die Stuttgarter Erklärung
Das Netzwerk Sprache
LiSe-DaZ
Sprachförderung für Vorschulkinder - Zahlen & Fakten
Sprachförderung für Vorschulkinder - Fortbildung