Wissenschaftliche Begleitforschung der Pädagogischen Hochschule Weingarten
Projekt-Leitung: Prof. Dr. Barbara Gasteiger-Klicpera, Prof. Dr. Werner Knapp und Prof. Dr. Diemut Kucharz (PH Weingarten)
Mitarbeiterinnen: Dipl.-Psych. Doreen Patzelt, Julia Ricart Brede und Dipl.-Päd. Beate Vomhof.
Studiendesign:
Nach einer Voruntersuchung zur Prüfung der Untersuchungsinstrumente wurde die Hauptuntersuchung im Kohortensequenzdesign durchgeführt. Es handelte sich um eine quantitative, kontrollierte Längsschnittuntersuchung. Die Kinder wurden vor der Sprachförderung, nach der Sprachförderung sowie nach dem ersten Schuljahr in Bezug auf den Sprachstand bzw. die Lese-Rechtschreibfähigkeiten und die kognitive Leistungsfähigkeit getestet. Bei den eingesetzten Untersuchungsinstrumenten handelte es sich um das Sprachscreening für das Vorschulalter (SSV, Grimm 2003), die Coloured Progressive Matrices (CPM, Bulheller & Häcker 2002), den Salzburger Lese- und Rechtschreibtest (SLRT, Landerl, Wimmer & Moser 1997) sowie Fragebögen für Erzieherinnen und Eltern (zu sprachlichen Fähigkeiten und kommunikativem Verhalten, zu sozialem und Aufmerksamkeitsverhalten, zur sozialen und ökonomischen Situation der Familien). Ferner wurden Leitfadeninterviews mit Erzieherinnen und Eltern durchgeführt. In mehreren Kindergärten erfolgten systematische Beobachtungen durch Videodokumentationen. Einen weiteren Teil der Untersuchung stellte die Analyse der Dokumentation der erfolgten Förderung dar. Die Studie wurde im Zeitraum von 2005 bis 2009 durchgeführt.
Projektverlauf der quantitativen Längsschnittuntersuchung:
Nach der Entwicklung von sechs verschiedenen Fragebögen und der Voruntersuchung im Juli 2005 fanden im September und Oktober 2005 die ersten Erhebungen statt, im Juni und Juli 2006 folgte der zweite und im Sommer 2007 der dritte Messzeitpunkt zum Lesen und Schreiben mit den Kindern des ersten Jahrgangs. Im Herbst 2006 begann die Untersuchung des zweiten Jahrgangs, die im Sommer 2008 endete.
Stichprobe:
Um Baden-Württemberg möglichst gut abzubilden, wurde für die Stichprobenauswahl eine Unterteilung in die Regionen Großstadt, mittelgroße Stadt und ländliches Gebiet vorgenommen. Es wurden im ersten Jahrgang insgesamt 606 Kinder und im zweiten Jahrgang 544 Kinder getestet und weitere Informationen von Erzieherinnen und Eltern über Fragebögen eingeholt. Von den insgesamt 1150 Kindern nahmen 867 Kinder an der von der BW Stiftung finanzierten Sprachförderung teil und 283 Kinder wurden als Vergleichsgruppe einbezogen. Es wurden 348 Kinder in der Großstadt, 375 Kinder in mittelgroßen Städten und 427 Kinder in ländlichen Gebieten untersucht. Die Jungen (626) waren gegenüber den Mädchen (524) leicht in der Überzahl. Der Anteil der mehrsprachig aufwachsenden Kinder liegt bei 59.3 Prozent (682 Kinder), von denen wiederum 83.9 Prozent (572) Förderkinder waren.
Neben der Baden-Württemberg Stiftung war die Stiftung Ravensburger Verlag finanziell an diesem Projekt beteiligt.
Downloads und Links
- Pädagogische Hochschule Weingarten (Projektbeschreibung)
- Abschlussbericht der Wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Sag' mal was - Sprachförderung für Vorschulkinder" Download (pdf, 1.74 MByte)
- Videogestützte Analyse von inszenierten Sprachlernsituationen im Vorschulalter (erschienen in: Zweitspracherwerb. Diagnosen, Verläufe, Voraussetzungen) Download (pdf, 137.33 KByte)
- Zielsetzung, Konzeptualisierung und Umsetzung von Sprachförderung im Kindergarten aus der Sicht von Erzieherinnen: Ergebnisse von Leitfaden-Interviews Download (pdf, 224.33 KByte)
- Qualitätsanalyse von Sprachförderung für Vorschulkinder - Möglichkeiten der kontrastiven Analyse Download (pdf, 113.92 KByte)
- Lernumgebung in der vorschulischen Sprachförderung. Eine videobasierte Analyse von Aktivitäten, Sozialformen und sprachlichen Förderbereichen Download (pdf, 154.48 KByte)
- Sprache fördern im Kindergarten - Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis
Abschlussbericht
Veröffentlichungen
letzte Änderung: 02.07.2010 Seite drucken

