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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

 

Naturwissenschaftliche Bildung in der Kita: Gestaltung von Lehr-Lernsituationen, sprachliche Anregungsqualität und sprachliche sowie naturwissenschaftliche Fähigkeiten der Kinder.

Die Baden-Württemberg Stiftung hat von 2013 bis 2016 zusammen mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher und der Siemens Stiftung das Projekt EASI Science-L (Early Steps Into Science and Literacy) gefördert. EASI Science-L nahm die Interaktionen zwischen pädagogischen Fachkräften und Kindern an der Schnittstelle sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit – naturwissenschaftliche Bildung in den Blick.

Das Projekt wurde durchgeführt von:

  • ·         Prof. Dr. Astrid Rank (Universität Regensburg)
  • ·         Prof. Dr. Anja Wildemann (Universität Koblenz-Landau)
  • ·         Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)
  • ·         Prof. Dr. Sabina Pauen (Universität Heidelberg

Mit dem Forschungsprojekt wurde die Gestaltung von Lehr-Lernsituationen im Kontext früher naturwissenschaftlicher Bildung in Tageseinrichtungen für Kinder beobachtet und analysiert. Im Fokus standen insbesondere die sprachliche Anregungsqualität von Interaktionssituationen und sprachliche sowie naturwissenschaftliche Fähigkeiten der Kinder. Ziel war herauszufinden, ob und in welchen Phasen naturwissenschaftliche Vorgehenseffekte im Hinblick auf sprachliche Kompetenzen erzielt werden können. Darüber hinaus wurde untersucht, inwiefern sprachliche Bildungswirkungen von der Qualität der sprachlichen Begleitung des Forschens abhängen. Hier wurden insbesondere auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache in den Blick genommen. An der auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Studie nahmen 222 Kinder und 58 pädagogische Fachkräfte aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz teil.

Die Daten wurden sowohl in einer videografierten Interaktionssituation zum Schwimmen und Sinken als auch durch diverse Tests erhoben. Es zeigte sich, dass die sprachliche Anregungsqualität in der Interaktionssituation im Mittel durchschnittlich war, aber individuell sehr variierte. Eine höhere sprachliche Anregungsqualität konnten Fachkräfte realisieren, die Fortbildungen zu naturwissenschaftlichen Themen oder eine kombinierte Fortbildung zu Naturwissenschaften und Sprache besucht hatten.

Die Kinder im Vorschulalter verwendeten bereits bildungssprachliche Redemittel. Die Verwendung bildungssprachlicher Mittel korrelierte nicht mit der Erstsprache, sondern mit Schulabschluss und Bildungsstand der Eltern, Intelligenz und Geschlecht des Kindes (mit günstigeren Werten der Jungen). Eine Korrelation der bildungssprachlichen Fähigkeiten der Kinder mit der sprachlichen Anregungsqualität der pädagogischen Fachkraft in der Forschungssituation konnte bei Kontrolle aller Hintergrundvariablen (Eltern und Kinder) nicht bestätigt werden.

Wechselwirkungen zwischen Sprache und forschendem Lernen waren auch Thema des von der Stiftung Haus der kleinen Forscher, der Baden-Württemberg Stiftung, der Metzler Stiftung und der Siemens Stiftung veranstalteten Fachforums „Sprache und Naturwissenschaften“ am 3./4. März 2015 in Frankfurt am Main. Informationen zum Fachforum finden Sie hier.