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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Die Baden-Württemberg Stiftung hat zum vierten Mal das Netzwerk Sprache eingeladen, diesmal zum Schwerpunktthema „Mehrsprachigkeit wertschätzen: Sprachbildung und Erziehungspartnerschaft mit den Familien“. 130 Personen aus Wissenschaft und Praxis haben auch bei diesem Treffen einen regen Austausch gepflegt. In ihrem Grußwort hat Frau Petilliot-Becker, Ministerialrätin des Kultusministeriums, den Nutzen der Mehrsprachigkeit betont und sieht es als Aufgabe aller Bildungsinstitutionen an, sowohl die Mehrsprachigkeit als auch Deutsch als Bildungssprache zu fördern.  

Im Hauptvortrag führte Herr Prof. Dr. Timm Albers von der Universität Paderborn Möglichkeiten für gelingende Sprachbildung und –förderung durch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft aus.
Frau Prof. Dr. Susanna Roux gab Einblicke in die wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familienzentren stärken“. Die Baden-Württemberg Stiftung setzt mit ihrer Projektinitiative den Akzent auf frühe Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in Kinder- und Familienzentren. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts „SuMi-KiFaZ“ im Rahmen des Programms Sagʼ mal was wurde mit dem Ziel ausgeschrieben, die qualitative Weiterentwicklung von früher Mehrsprachigkeit, Sprachbildung und Familienorientierung zu einem Sprachbildungsnetz zu untersuchen. Dabei werden Unterstützungsbedarfe und förderliche/hinderliche Faktoren identifiziert und gelingende Modelle sprachentwicklungsstärkender und familienorientierter Sprachbildungsangebote ermittelt.
Mit Vertreterinnen der beteiligten Kinder- und Familienzentren konnte während der anschließenden Postersession über deren Erfahrungen und Arbeit diskutiert werden.
 
Am Nachmittag hatten alle Teilnehmenden des Treffens Gelegenheit, sich zu vier Themenbereichen in Netzwerkgesprächen intensiv auszutauschen. Frau Daniela Ofner, Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung, stellte Ergebnisse der (Vor-)Studie „Auswertungsunterstützung LiSe-DaZ® und weitere Schritte“ vor;
Frau Stephanie Vollertsen-Ünsal, Evang. Landesverband – Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V., Stuttgart regte die Diskussion an zu „Mehrsprachigkeit - eine Chance für das Kind und die Kita“;
Herr Dr. Giovanni Cicero Catanese, Institut für Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich, stellte das Thema „Sprachenbiographien zur Wertschätzung und Anerkennung von Mehrsprachigkeit und Familiensprachen“ in den Mittelpunkt und
Frau Nesrin Tyurksoyz und Frau Patrizia Munaretto-Bischoff, Städtisches Elternseminar Stadt Stuttgart, stellten das Projekt „Rucksack in der Kita - Vielfalt in einer Müttergruppe“ vor.

Vortrag Prof. Dr. Timm Albers

Vortrag Prof. Dr. Susanna Roux

Kurzvorträge finden Sie hier:

Netzwerkgespräch 1

Netzwerkgespräch 3

Netzwerkgespräch 4

Der Einladung zum 3. Treffen Netzwerk Sprache am 21. Juli 2015 sind über 70 Gäste nach Stuttgart gefolgt. Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, eröffnete die Sitzung und begrüßte die Vertreterinnen aus Praxis und Wissenschaft. In einem Vortrag referierte Prof. Wolfgang Tietze, PädQUIS, Berlin und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats „Sprache und Mehrsprachigkeit in der frühkindlichen Bildung“ im Programm Sag' mal was über die Bedeutung von der Evaluation von Sprachförderprogrammen. Außerdem zeigte er mit der Einbindung der frühkindlichen Sprachförderung in die Vernetzung im Sozialraum Perspektiven für Sag' mal was auf, die bei der letzten Sitzung des Beirats diskutiert wurden.

Zum thematischen Schwerpunkt der 3. Sitzung Mehrsprachigkeit und Sprachförderung im Sozialraum und in Familienzentren hat Christiane Dürr, Erste Bürgermeisterin von Waiblingen, ihre Erfahrungen geschildert und Zusammenhänge von Sprache, Bildung und Willkommenskultur erläutert. Dr. med. Klaus Rodens, Berufsverband Kinder- und Jugendärzte, berichtete über die Vernetzung und Erfahrung mit Mehrsprachigkeit in Kinderarztpraxen. Folien zum Vortrag Dr. Klaus Rodens.

Die SUCHE/BIETE-Plattform bot beim Netzwerktreffen die Möglichkeit, in Form von Kurzvorträgen, Informationstischen und einer Postersession die Möglichkeit, Best-Practice-Beispiele vorzustellen sowie den Wissensaustausch und die Vernetzung zu vertiefen. Die Präsentationsfolien von drei Kurzvorträgen finden Sie hier:

Kurzvortrag Angelika Pfeiffer
Kurzvortrag Simone Groos
Kurzvortrag Birgit Bur

Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde der Abschluss von Sprache macht Spaß feierlich gewürdigt. Staatssekretärin Marion von Wartenberg betonte in ihrem Grußwort die wichtige Arbeit der Kindertagespflege. Anschließend überreichten Christina Metke, 1. Vorsitzende des Vorstands des Landesverbands der Tagesmütter-Vereine Baden-Württemberg, und Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, den im Projekt ausgebildeten Multiplikatorinnen ihre Teilnahmezertifikate.

Grußwort Staatssekretärin Marion von Wartenberg
Vortrag Ines Bloth

Am 20. November 2014 fand die zweite Sitzung des Netzwerks Sprache statt. Sie stand unter dem Thema „Zusammenarbeit mit Eltern im Bereich sprachliche Bildung/Sprachförderung/Mehrsprachigkeit“. Das Treffen trug zur Profilierung des Netzwerks Sprache bei, u.a. weil  eine „SUCHE/BIETE“-Plattform für den Wissensaustausch zwischen den Beteiligten aus Praxis und Wissenschaft  angestoßen werden konnte.

Zum Thema „Qualitative Weiterentwicklung der frühkindlichen Sprachförderung: Eckpunkte und Ausblick“ gab Christa Engemann, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, zunächst Auskunft über Neuerungen in den Rahmenbedingungen der Sprachfördermaßnahme „Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf“ (SPATZ). In seinem Vortrag „Eltern als Partner in der Sprachförderung“ beleuchtete Dr. Marc Schmid, Gemeinnützige Elternstiftung Baden-Württemberg, insbesondere die Bedarfe auf Elternseite, wie beispielsweise Fragen, die bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern auftreten. Er skizzierte zwei erfolgreiche Praxisbeispiele, die im Workshop am Nachmittag vertieft wurden: Elternzentriertes Konzept zur Förderung des Spracherwerbs, realisiert am Hör- Sprachzentrum Heidelberg-Neckargemünd und der Eltern-Workshop „komm – uni – aktiv“ der sonderpädagogischen Beratungsstelle an der Helene-Fernau-Horn-Schule Stuttgart. Prof. Dr. Artemis Alexiadou, Universität Stuttgart, setzte sich in ihrem Vortrag zur „Zusammenarbeit mit Eltern im Bereich Sprache und Mehrsprachigkeit“ mit der Bedeutung elterlicher Unterstützung für den erfolgreichen Spracherwerb mehrsprachig aufwachsender Kinder auseinander. So spielen Eltern eine wichtige Rolle, wenn es um den Erhalt der Herkunftssprache bei ihren Kindern geht. Diese gilt als wichtiges Element auch in Bezug auf die Ausbildung der Identität junger Menschen. Anschließend wurden die Vortragsthemen in Workshops vertieft und Bedarfe für die Praxis formuliert.

Am 16. Juli 2014 fand die konstituierende Sitzung des Netzwerks Sprache in Stuttgart statt, an der über 60 Gäste teilgenommen haben.
Staatssekretärin Marion von Wartenberg unterstrich als Vertreterin der Landesregierung in ihrem Statement den großen Stellenwert der Themen Sprachbildung und Sprachförderung innerhalb des Bildungssystems im Land. Mit einem Vortrag zum Thema „Sprachbildung und Sprachförderung im Elementarbereich: Herausforderungen, Erkenntnisse, Notwendigkeiten“ setzte Prof. Dr. Andreas Gold, Goethe-Universität Frankfurt/Main, inhaltliche Impulse und erläuterte die verschiedenen Spracherwerbstypen, Aspekte der Sprachstandsdiagnostik sowie der Sprachförderung. Über Best-Practice-Beispiele aus den Bildungsregionen sowie aus Hochschulen und der Praxis gelangen Einblicke in bestehende Strukturen. Die Teilnehmenden konnten zudem ihre Wünsche und Erwartungen an das Netzwerk einbringen, die in die inhaltliche Weiterentwicklung des Netzwerks einflossen. So wurde beispielsweise angeregt, das Thema Elternarbeit im Zusammenhang mit Sprachförderung zu vertiefen und Kinder- und Jugendärzte künftig mit ins Boot zu holen, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung sowie Sprachförderung von Kindern einnehmen.