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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

„Mehrsprachigkeit ist eine Chance!“, so lautet die erste von elf Thesen der „Mannheimer Erklärung“ zur frühen Mehrsprachigkeit, die die Baden-Württemberg Stiftung 2006 im Nachgang zum gleichnamigen Kongress  veröffentlicht hat. Darüber sind sich auch Fachleute aus Sprachwissenschaft, Pädagogik, Bildungsforschung  und Politik heute weitgehend einig. Kinder sollten diese Chance nutzen und so früh wie möglich mit zwei oder mehreren Sprachen in Kontakt kommen können.

Dass Kinder mit mehreren Sprachen aufwachsen, ist eher die Regel als die Ausnahme. Jeder Mensch verfügt über eine natürliche Begabung, eine oder mehrere Sprachen zu erwerben. Im frühen Kindesalter fällt diese Lernaufgabe noch besonders leicht, da sie unbewusst, sozusagen ‚nebenher‘, abläuft. Mehrsprachigkeit stellt für Kinder also keine Überforderung dar. Die Annahme, dass mehrsprachig aufwachsende Kinder insgesamt langsamer in ihrer Sprachentwicklung sind als einsprachige Kinder, ist wissenschaftlich widerlegt. Im Gegenteil – für die intensive Förderung frühkindlicher Mehrsprachigkeit gibt es gute Gründe:

 

 

·        Mehrsprachigkeit wirkt sich unterstützend auf die geistige Entwicklung eines Kindes aus und führt zu größerer geistiger

Flexibilität und Kreativität auch im Alter. 

·        Bei Kindern kann sich Mehrsprachigkeit beschleunigend auf den Erwerb weiterer Sprachen im Bildungsverlauf auswirken.

·        Eine sprachliche Vielfalt erweitert nicht nur die individuellen Kompetenzen, sondern führt auch zu einer starken, vielfältigen

·        Gesellschaft und Kultur. Mehrsprachige Kinder haben ein höheres Bewusstsein und Selbstverständnis in Bezug auf Sprache.

 

 

Für eine erfolgreiche Entfaltung ihrer sprachlichen Kompetenzen sind Kinder jedoch auf sprachförderliche Rahmenbedingungen angewiesen: Sie profitieren von zielsprachlichen Sprachvorbildern und einer sprachlich anregenden Umgebung, in der sie beispielsweise im Spiel mit anderen Kindern eine Sprache wie ‚nebenbei‘ erlernen können. Für die frühzeitige Begleitung und Unterstützung des kindlichen Spracherwerbsprozesses sind sowohl die Eltern als auch die Kindertagesstätte wichtige Partner. Die Basis für deren gute Zusammenarbeit und damit für den erfolgreichen Spracherwerb des Kindes stellt dabei vor allem die Wertschätzung und Förderung aller Sprachen dar.


Dass ein Kind in der Kindertagesstätte eine weitere Sprache erwirbt, darf demnach nicht heißen, dass der Erwerb der Muttersprache damit in den Hintergrund rückt. Die Eltern sollten zu Hause weiterhin mit dem Kind in ihrer und seiner Muttersprache sprechen und es darin unterstützen, den Erstspracherwerb abzuschließen.
 
Wie Eltern den Spracherwerb ihrer Kinder unterstützen können, ist in einigen Hinweisen und Tipps zusammengefasst. Diese können auch in der Zusammenarbeit und Beratung mit Eltern hinzugezogen werden, zum Beispiel im Rahmen eines Elternabends.
Die Hinweise und Tipps sind in deutscher und englischer Sprache hier zum Downloaden eingestellt.