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Impressum

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42
70174 Stuttgart
Deutschland

Fon +49.711.248 476-0
Fax +49.711.248 476-50
E-Mail: info(a)bwstiftung.de

www.bwstiftung.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung: Christoph Dahl (Geschäftsführer), Rudi Beer, Dr. Andreas Weber, Birgit Pfitzenmaier (Prokuristen)
Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

 

Die Baden-Württemberg Stiftung hat bereits 2006 frühe Mehrsprachigkeit zum Thema des Kongresses „Frühe Mehrsprachigkeit: Mythen – Risiken – Chancen" gemacht, der in Mannheim stattfand. Daraus entstand die „Mannheimer Erklärung zur frühen Mehrsprachigkeit“, in der die zentralen inhaltlichen Positionen der Veranstaltung niedergelegt und verabschiedet sind. Diese elf Thesen sind auch heute noch aktuell und formulieren zentrale Grundlagen von Sag’ mal was, wie beispielsweise „Die Fähigkeit, mehr als eine Sprache zu erwerben, beruht auf einer natürlichen Begabung des Menschen. Mehrsprachigkeit ist eine Chance.“

 

 

Mannheimer Erklärung zur frühen Mehrsprachigkeit – 11 Thesen

 

1. Die Fähigkeit, mehr als eine Sprache zu erwerben, beruht auf einer natürlichen Begabung des Menschen. Mehrsprachigkeit ist eine Chance!

2. Kinder werden durch das Erlernen einer zweiten oder weiteren Sprache nicht überfordert. Sie können von Geburt an mit mehr als einer Sprache aufwachsen.

3. Die erfolgreiche Entfaltung von sprachlichen Kompetenzen ist auf günstige Rahmenbedingungen angewiesen. Kinder brauchen ein adäquates zielsprachliches Vorbild. Dies setzt eine entsprechende Qualifikation aller am Bildungsprozess Beteiligten voraus.

4. Frühzeitige Begleitung und Unterstützung des Spracherwerbs, Dokumentation und wissenschaftlich fundierte Sprachdiagnostik sind wichtige Voraussetzungen für eine individuelle Förderung.

5. Wir können ein Leben lang neue Sprachen lernen. Am Besten geschieht dies im frühen Kindesalter. Intensive sprachliche Förderung sollte daher möglichst früh beginnen.

6. Alle Sprachen sind es wert, geschätzt und gefördert zu werden. Eltern mit nicht-deutscher Familiensprache sind wichtige Partner in Bildungsprozessen. Sie sollen in ihrer Kompetenz gestärkt werden, die Kinder in der Erstsprache zu sozialisieren.

7. Auch Kinder mit deutscher Muttersprache profitieren vom frühen Kontakt mit weiteren Sprachen und Kulturen.

8. Effektive Sprachförderung setzt voraus, dass die Erkenntnisse der Spracherwerbsforschung in die Praxis umgesetzt und kontinuierlich wissenschaftsbasiert und praxisnah evaluiert werden.

9. Die sprachliche Kreativität von Kindern ist eine wichtige Ressource, die es zu nutzen und zu fördern gilt. Kommunikation mit Kindern macht Spaß!

10. Investitionen in frühe Sprachförderung zahlen sich aus. Die Gesellschaft muss diese Investition leisten.

11. Sprachförderung darf nicht an Fragen der Zuständigkeit scheitern. Wir alle – vor allem Politik, Wissenschaft, Tageseinrichtungen für Kinder, Eltern, Schule, Therapeuten – sind gefordert zu handeln und zusammenzuarbeiten – im Interesse des Kindes.